Die vollständige, repressive Berlinale-Enzyklopädie
ch muß aber eher was zur Ecstasy-Ästhetik sagen, zu den neueren Dokumentationsversuchen jungen Lebensglücks in Europäischen Hauptstädten.
E steht für Ecstasy, hier und da. NAAR DE KLOTE! WAISTED IAN KERKHOF Europajugends young couples collection in 100 Minuten.
Get waisted-Titel auch des im Film entstehenden Hits, den ehrgeizige Frauen von DJ Cowboy durch Beischlafdiebstahl erlangt haben. Die miesen Tricks der jungen Frauen, gegen die der triebgesteuerte und redliche Mann nicht ankann. Ein Misthit “Let´s Party”, fiese DJ-Konkurrenz, unterstützt von perfider Plattenladenpolitik: Wer Star ist, darf neue Platten anhören, wer nicht, nie. Bedrohlich kurzlebig, die Erfolgsmacht, immerhin. Immer Party, überall Partybeschäftigte. Party, wie mich das ankotzt. In Clipherstellung erfahrener Techniker fand inhaltsarmes Drehbuch für verspäteten Love-Nation-Kritik-Film, der auch gebührend vor E-Pillen und zu leicht genommener Beziehung warnt. Landpärchen (er und sie) zieht nach Amsterdam und lernen Leben und Rave kennen. Nettenaivegesichtergesuchtvongeldgebendemmacker und sie hat einen Job. Nach charmanter Bekanntschaft mit fettautofahrendem Oberdealer, der von Unterdealerinnenn schon von altersher sexhaftes für Protektion erhält.) Oberdealerarschloch kriegt also Blowjobs von aufstrebender unterdealerin, derjenigen vom Land, die so ihren Freund (Kiffen, Ficken, Heineken) betrügt, unehrenhafter Lebenswandel gewinnt Tempo (schleichtsichein). Vom Land ins Geld kommen, viel und schnell, zu Waffen auch, so ist die rauhe Welt. Nicht sie, doch die Männer, die Jungs, die Dealer, Türsteher, alle halt, sind videofilmisch geschult, wissen über das gefährliche Leben Bescheid wie das Drehbuch, das den einzig ernstzunehmenden Gangster (L.A.-Herkunft, ehrenhaft) sagen läßt: This is no Tarantino-picture, man, this is real life. This is not South Central, this is Amsterdam. Er stirbt an Kugeln in Blut wie überall gehabt, Filme mit verdeckt einmontiertem Antichristen. Ausgegangen mit Zuschauerswutschnauben.
Nichts gegen 100 Minuten C&A-Talent, gute Effekte, kein Problem mit den Bildern, aber die Leute: So sind sie, die Frauen (nur die eine nicht), betrügen die Männer, einander, sich selbst; sind, wie Scheidungsmänner sie misogyn darstellen. Was soll das hier? Kann das angehen?
Get waisted-Blödsinn, von wegen Verschwendung, die wollen doch nur Freunde, feste, mit Geld, gutem, um zu lieben die immergleiche Kleinbürgerei, der sie wüst entgehen wollen. Sagt der Film. Das auch. Na gut. Männer sind eben Türsteher und Autozertreter.
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